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Im April 2004 war es soweit: erste Testaufnahmen für das
Kleinplanentenprojekt wurden von Dr. Andrew Taylor und seinen Schülern
der Kings School in Canterbury, England durchgeführt. Begleitet wird
das Projekt von Jay Tate (Spaceguard UK). Von der TU - Darmstadt und der
Sternwarte Weinheim kamen ehrenamtlich Lothar Kurtze als erster
"Development Partner" außerhalb Englands, sowie Felix Hormuth und Karin
Sonnenberg unterstützend hinzu. Mit dem Erhalt des Obscodes "F65"
begann am 30.8.2004 die eigentliche Arbeit. Mit seinen 2
Metern
Spiegeldurchmesser zählt das FTN zu den großen Teleskopen, mit denen
Asteroiden regelmäßig beobachtet werden. Somit können auch noch sehr
lichtschwache Objekte weiterverfolgt werden, wobei die einzelnen
Schulen zu entsprechenden Bahnverbesserungen beitragen können.
Beobachten mit dem FTN
Möchte man das Teleskop benutzen, so muss man zunächst Beobachtungszeit
beantragen bzw. kaufen. Die Zeit ist in "Slots" zu knapp 30 Minuten
aufgeteilt. Schulen und astronomische Vereinigungen in England bekommen
dank eines speziellen Fonds kostenlos Zugang. Auf Deutschland ist das
Projekt bisher noch nicht erweitert, die Schulen können jedoch einen
Zugang zu den Aufnahmen im umfangreichen Archiv erhalten.
Zur Buchung der Zeit ist in der Regel eine Begründung erforderlich,
wofür man sie einsetzten möchte. Hat man Beobachtungszeit erhalten, so
kann man sich einen "Slot" für eine Beobachtung reservieren. Die
Buchung ist bis zu 4 Wochen im Voraus möglich. Kann die Kuppel wegen
schlechten Wetters nicht geöffnet werden, erhält man die Zeit
zurückerstattet.
Zu Beginn des jeweiligen Slots öffnet sich - nach vorherigem Einloggen
auf der entsprechenden Internetseite - das erste Fenster mit der
Teleskopkontrolle. Man sieht eine Sternkarte mit dem Ausschnitt des
Himmels, der vom Teleskop beobachtet werden kann. Das sind generell
alle Objekte höher als 25° über dem Horizont und mit möglichst 30°
Mondabstand. Das einfach gehaltene, englischsprachige Menü bietet die
Möglichkeit einer Koordinateneingabe oder eine direkte Auswahl diverser
Objekte. Nach Darstellung des Zielobjekts auf einer Sternkarte fährt
das Teleskop zur gewünschten Position, was über eine Webcam verfolgt
werden kann. Anschließend erscheint das Menü der CCD-Kamera mit der
Auswahl möglicher Filter (R, G, B, I, klar,...) und der
Belichtungszeit.
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